"Das große Leichentuch des Meeres wogte weiter" *

17.12.2015 daHEIM

Serdar hat ein Maß für seine Trauer, seine Sehnsucht und das Verlangen nach seiner Familie gefunden: bis seiner Frau und seinen drei Kindern der Nachzug nach Deutschland ermöglicht wird, schneidet er sich die Haare nicht mehr.

In einem Workshop am 11.12. daHEIM hat der Agraringenieur aus Syrien zusammen mit der Custodin des Museums Europäischer Kulturen Berlins, Dagmar Neuland-Kitzerow, Aymen und Therry, den Prototypen einer Schwimmweste entworfen und gebaut. Sie soll Menschen bei der Überquerung des Mittelmeeres vor dem Tod durch Ertrinken retten und eine Alternative zu den an der türkischen Grenze überteuert verkauften Westen  bieten, deren schlechte Qualität mehr den Tod als das Überleben befördert.

Die Weste aus Wasserflaschen ist zur Zeit eines der Ausstellungsobjekte im Quartiersmanagment Spandau-Neustadt. KUNSTASYL versucht bis Ende März in den Räumen des QM Einsichten.

* "Moby-Dick", Herman Melville, 1851

caveng_KUNSTASYL photo Aymen Montasser

Serdar setzt zusammen mit der Custodin des Museums Europäischer Kulturen Berlins, Dagmar Neuland-Kitzerow, Therry und Aymen seinen Entwurf einer alternativen Schwimmweste um.

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Therry Kornath und Dagmar Neuland-Kitzerow

caveng_KUNSTASYL photo Aymen Montasser

Dagmar Neuland-Kitzerow, Therry Kornath , Serdar Ali

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Therry Kornath

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Backside... Serdar, Therry, Aymen

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Serdar, Agraringenieur aus Rimelan/ Qamishli

caveng_KUNSTASYL  photo Dachil Sado

Ausstellungsobjekt im Quartiersmanagment Neustadt

caveng_KUNSTASYL  photo Dachil Sado

Westenobjekt von Serdar, im Hintergrund: Spandaus Bürgermeister Helmut Kleebank & bc

KUNSTASYL drawing by Serdar

Zeichnung von Serdar