Hausaufgabe
Ruba, Housam, Khaled, Sham und Nour haben unsere ersten Monate daHEIM Tag für Tag mit uns geteilt. Ohne die Philosophie von Khaled wäre KUNSTASYL nicht KUNSTASYL. Nach neun Monaten Ayslverfahrens und vier Monaten der langen Suche konnte die Familie endlich eine eigene Wohnung beziehen. Irgendwann zwischen Ostern und Pfingsten verließen sie das Heim. Sie wohnen unweit, zwei U-Bahn-Stationen entfernt. Ramiza, Zlatan und Vanesa zogen für ihre letzten Tage in Berlin übern Flur in Raum 10. Seit einigen Wochen bewohnen Pranvera, Laura und Serxhio aus Tirana den Raum. Anatol & Tatjana & Anatol aus Moldawien teilen sich die paar Quadratmeter von Raum 11.
Der Kontakt zu Familie Mounem ist nie abgebrochen. Sham und Khaled kommen uns manchmal besuchen. Planen wir Wichtiges, ist die Familie dabei. Per whatsapp hält man sich über die alltäglichen Befindlichkeiten auf dem Laufenden.
Um 20.27 vibriert mein Handy. Ich ignoriere. Es ist immer noch Minute 27 als es ein zweites Mal summt und um 20.28 schiebt sich mein Galaxy wie ein landendes Ufo ein paar Zentimeter über den Küchentisch
Unsere Zeitrechnung und das Kleine Lexikon zu unserem Sonnensystem: drei solchermaßen übertitelte Fotos erscheinen auf dem Display. Ich erinnere mich an das Deutschlehrbuch A2 von Ruba mit Gabelstablerfahrer, Betriebsrat und Teilzeitkraft, ein jedes verbum horribilis.
Bitte bei der Lösung zu helfen, Position, erscheint im Textfeld.
Abschliessend dann noch Hausaufgabe.
Whats'up?
Erste Begegnung 25.2.2015 am zweiten Tag im KUNSTASYL: Housam und Khaled helfen gemeinsam mit Amir beim Rangieren des Bauwagens. Rechts im Bild: Till Rimmele





