"Mein Herz weint" - Reise nach Tuzla
Fast genau ein Jahr später besuchen wir sie in Tuzla. Über den rohen Wänden des ausgebrannten Haus von Zineta provoziert der verkohlte Dachstuhl den Himmel. "Mein Herz weint.", sagt Zineta, "warum hört es nicht auf zu schlagen?". Wer auf den Hügel von von Kalevici steigt, erklimmt keinen Gipfel und doch fällt der Blick in tiefen Abgrund. Die Menschen spazieren entlang der Klippe, Geblendete. Unter ihnen des Lebens monströser Schlund. "Warum", fragt Zineta, "fall ich nicht einfach um?"
Ein Jahr ist vergangen. Die Gegenwart weist nicht in die Zukunft.
Micki verabschiedet Mata. Die Mutter von Melisa fährt mit uns nachhause, nach Tuzla. Im Vordergrund: Dachil, Barbara, Larissa
Die letzten Kilometer der zweitägigen Fahrt ziehen sich den Hügel von Kalevici hoch. Die Entfernung vom Himmel wird grösser. Zineta und Melisa auf dem Hof der Urgroßmutter.
Zineta mit ihren Zwillingstöchtern Mata und Mala. Mala hält ihr viertes Kind auf dem Arm. Sie hat Aufenthaltsrecht für ein Jahr in Deutschland. Kein Ort, nirgends - Matas Asylantrag wurde 2015 abgelehnt.














