Picknick im Hof
„Rein“ meint, einen dieser viel beschriebenen Unorte zu betreten, Beispiel einer urbanen und humanitäre Problemzone. So steigen wir denn die Treppen hoch – Zimmertüren stehen auf, geben den Blick frei auf „Tisch, Stuhl, Bett, Schrank und den Mülleimer mit Deckel“. Sulejman kurvt mit dem Dreirad durch den Flur - entlang jener „50m bis zum Zähneputzen“, wie Latif die Strecke bis zum Waschbecken beschreibt. Omar und Taghrid, Mazin, Hjiba und Familie Soboh kochen. Ihre Gesichter sind fröhlicher als die der Besucher. Wer ein Heim das erste Mal betritt, erleidet einen Schock.
„Eine schlechte Wohnung macht brave Leute verächtlich.“
Natürlich Goethe.
Das Picknick findet draußen statt. Die Sonne scheint.
Bruno Schönbächler, Grafiker und Spender des grün-weissen Stoffes unterm Sonnendach mit Gastgeschenk für Dakel
Fatima Soboh, Fallafelköchin aus Balbeek. Auch sie führte ein eigenes Restaurant und sicherte damit die Existenz ihrer Familie.
Marie ist ein Nachbarskind. Von ihr stammen die rosa Prinzessinnenschuhe, die Vanesa am Morgen dieses Tages für die Rückfahrt nach Bosnien trug.
Inaam ist seit zwei Wochen in Berlin. Die Schwester von Dakel und weitere Familienmitgieder waren in den ersten Tagen ihres Aufenthaltes von Obdachlosigkeit bedroht. Die Berliner Heime sind voll, Hotels und Hostels lehnten eine Aufnahme auf Grund der Zahlungsverzögerungen durch das LaGeSo ab.
Herr Berlin, Nachbar und Vizepräsidet der Handwerkskammer im Gespräch mit Gordon Grunwald, dem Heimleiter










































